Beiträge von Isa Alvermann

Kiefer – nicht nur zum Beißen gut!

Unser Kiefer ist nicht nur ein Kauwerkzeug, welches uns hilft unsere Nahrung zu zerkleinern. Mit seiner Verbindung zur Mundbodenmuskulatur unterstützt er das Schlucken. Auch für das Sprechen und unsere Stimme ist der Kiefer entscheidend. Eine geringe Kieferöffnung beim Sprechen äußert sich in einer undeutlichen Sprechweise (Nuscheln). Dadurch ist das Spannungsverhältnis von Zunge, Wange und Lippen unausgewogen, welches wiederum Einfluss auf die Atemmuskulatur nehmen kann.

Für das Sprechen ist es wichtig, den eigenen Atem wahrnehmen und empfinden zu lernen. Schließlich sprechen wir auf der Ausatemluft. Der Atemrhythmus ist ein Wechsel von Spannen und Lösen aller beteiligten Muskeln. Das Zwerchfell unterstützt diesen Rhythmus, indem es bei Muskelkontraktion zur Einatmung kommt. Lassen wir unsere Atem-, Mund- und Kiefermuskulatur zum Ende des Sprechens los, strömt die Einatemluft wie von selbst in den Körper. Dabei ist es wichtig, dies nicht willentlich zu machen, sondern aus einem guten Körpergefühl heraus, es geschehen zu lassen. Bei einer willentlichen Atmung ist die Gefahr groß, nicht den eigenen Atemrhythmus zu finden und sich dabei zu sehr zu verspannen.

Somit ist ein entspannter Kiefer wichtig, um die Artikulationsspannung lösen zu können und dabei die Atemmuskulatur zu unterstützen.

Ebenso trägt ein entspannter Kiefer zu mehr Stimmvolumen und Stimmklang bei.

Unser Kiefer ist somit wichtig, für unser Wohlbefinden, unsere Atmung, Stimmklang, Kauen, Sprechen und Schlucken.

Das Kiefergelenk hat einen außergewöhnlich starken Einfluss auf viele Körperregionen und ist eines der meist beanspruchtesten Gelenke des menschlichen Körpers.

Strukturelle Veränderungen z.B. neue Zahnfüllungen, verspannte Kaumuskeln, Stress, dauerhafte Überlastung durch z.B. eine falsche Körperhaltung und akute Verletzungen können zu einer mandibulären Dysfunktion (Fehlregulation der Kiefergelenke) beitragen.

Verspannungen im Bereich des Kiefers können sich u.a. durch Zähne knirschen, Kopfschmerzen, Zahnabrieb, unklare diffuse Zahnschmerzen, Verspannungen im Nacken, Heiserkeit und häufiges Räuspern äußern. Aufgrund der Nähe des Kiefergelenks zu Ohren und Augen kann eine Dysfunktion des Kiefergelenks zu Störungen innerhalb dieser Sinnesorgane führen.

Emotional gesehen steht der Kiefer für Essen und alles was ich aufnehme. Ober- und Unterkiefer erlauben mir, bestimmte Realitäten zu schlucken. Der Kiefer steht für die Kraft sich jemanden oder einer Situation zu öffnen. Er ist unerlässlich um sich mit anderen auszutauschen. Oft steht er in Verbindung mit Wut und Eigensinn, Rachegefühle und damit verbunden immer wiederkehrenden Gedanken. Dabei ist es wichtig diese Gefühle zu akzeptieren. Dies ist der erste Schritt zur Veränderung und Transformation.

Ebenso können Kieferprobleme im Zusammenhang mit hohen Anforderungen an sich selbst stehen, wodurch ein enormer Druck aufgebaut wird.

Positive Affirmationen für Kehle und Kiefer können neben Körperübungen helfen, ein Wohlgefühl in diesem wichtigen Bereich zu unterstützen:

„Ich entspanne mich und lasse die Energie frei fließen.“

„Ich akzeptiere es, mich frei auszudrücken.“

„Ich lasse alle Einschränkungen los und bin frei ich selbst zu sein.“

„Ich äußere mich frei und voller Freude.“

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Raum für neue Möglichkeiten

Das Wort „Raum“ wird überwiegend für den Begriff „Zimmer“ verwendet. Doch Raum ist mehr als dies. Wir können „Jemanden Raum geben“, indem wir ihm zuhören. „Ich brauche meinen Raum“ in dem Sinne, dass ich Zeit für mich, zur Reflektion, für meine Bedürfnisse benötige.

Durch das Praktizieren von Lu Jong (tibetisches Heilyoga) bekam der Begriff „Raum“ für mich eine neue Dimension.

„Lu“ ist die tibetische Bezeichnung für Körper, „Jong“ wird übersetzt mit Transformation oder Schulung. Lu Jong ist Meditation in Bewegung und dient der Ausgeglichenheit von Körper, Atmung und Geist.  Für das Stimm- und Sprechtraining eignen sich diese Übungen, um unsere Atmung zu harmonisieren, neue Energie zu tanken und geistige Klarheit zu entwickeln. Atmung ist wichtig für eine tragfähige wohlklingende Stimme, neue Energie und geistige Klarheit helfen uns in schwierigen Situationen z.B. bei Auftritten und um Prüfungen zu meistern.

Üblicherweise kennen wir in unserer Kultur die 4 Elemente: Wasser, Erde, Feuer und Luft. Nun gibt es im Lu Jong als weiteres Element, das Element „Raum“. Die 5 Elemente Raum, Erde, Wind, Feuer und Wasser bilden die Grundübungen.

Die Übungen haben ihren Ursprung im Bön, einer uralten Naturreligion. Ziel ist es Mikrokosmos mit dem Makrokosmos im Einklang zu bringen. Die Elemente werden in äußere, innere und geheime Elemente unterschieden. Die äußeren Elemente, finden wir in der Natur wieder, wie z.B. Flüsse, Erdboden, Ozeane. Unser Körper besteht aus den inneren Elementen, z.B. Knochen, Muskeln, Hohlräume im Körper. In der tibetischen Medizin haben unser Geisteszustand und unsere Emotionen Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Sind unsere Elemente im Gleichgewicht so sind wir gesund. Krankheit entsteht, wenn die Elemente längere Zeit in Disharmonie sind.

Wut gehört z.B. zum Feuerelement. In unserer Kultur finden wir diese Emotion bestimmten Organen zugeordnet, im Sprachgebrauch, wieder. So heißt es z.B. „ihm ist eine Laus über die Leber gelaufen“ oder „Gift und Galle spucken“. Bereits Gedanken, Emotionen und Worte können unsere Elemente aus dem Gleichgewicht bringen und entscheidend für unseren Gesundheitszustand sein. Dabei geht es nicht darum negative Emotionen zu negieren, sondern zu transformieren.

Die erste Übung ist dem Raumelement gewidmet. Sie schafft Raum für alle weiteren Übungen. Das Weltall schafft Raum für unsere Erde, die Berge, Seen und vulkanische Feuer.

Das Element Raum ist jetzt im Äußeren zu mir gekommen. In der Praxis Praeventja in Pfullingen habe ich nun die Möglichkeit einen Raum mit Stimme, Tönen, Atmen, Einzelcoaching, regelmäßige kleine Workshops und Ganztags-Seminare zu füllen.

Neu biete ich logopädische Behandlungen für Privatpatienten an. Ebenso werden kleine Workshops zu den verschiedensten Themen (z.B. Atmung, Entspannung des Kiefers. Chakra tönen) im neuen Raum stattfinden.

Kleine Workshops:

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Den Kopf in den Urlaub schicken

Neulich habe ich meinen Herzens-Mann überrascht: ich habe eine weiße Tischdecke aufgelegt, einen Blumenstrauß besorgt und ein Geschenk für ihn auf den Tisch gelegt. Und dies mitten in der Woche und ohne irgendeinen Anlass! Als er nach Hause kam fragte er völlig irritiert, ob er etwas vergessen habe? Warum gewohnte Wege gehen, wenn es doch so viele Möglichkeiten gibt? Im Strudel der Tätigkeiten ist es nur schwer möglich einen klaren Gedanken zu fassen.  Um die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen oder um neue Ideen zu entwickeln ist es wichtig innezuhalten. Sei es durch Meditation, Singen oder Atemübungen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Dabei ist es wichtig sich selbst und seinen Körper zu spüren. Mit folgender Übung kannst Du Deinen Kopf in den Urlaub schicken.

  • Nehme eine aufrechte Körperhaltung ein, dies kann die Meditationshaltung sein oder Du setzt dich auf einen Stuhl. Dabei sitzt Du auf dem vorderen Drittel, die Füße stehen hüftbreit auseinander und haben guten Bodenkontakt. Du erspürst Deine Sitzhöcker, indem Du mit dem Becken nach vorne und hinten wippst. An der härtesten Stelle kommst Du zum Stillstand. In dieser Position ist der Bauch frei für eine optimale physiologische Atmung.
  • Lasse Deinen Atem kommen und gehen und warte, bis er von selbst wiederkommt.
  • Kommen Gedanken, lasse sie ziehen, wie Wolken am Himmel und finde zurück zur Wahrnehmung Deiner Atmung.
  • Spüre wie der Atem durch Deine Nase einströmt, in Deinen Bauch fließt und Deinen Rumpf dehnt.
  • Im Loslassen geschieht die Ausatmung. Dein Bauch senkt sich. Bis hin zur Atemstille. Dieser Rhythmus wird 3er Rhythmus der Atmung genannt:
  • Einatmen – Ausatmen – Atempause
  • Empfangen – Loslassen – Vertrauen

 Probiere die Atemwahrnehmung aus, wenn Du Ruhe und Zeit hast, dann fällt es Dir leichter diese Übung auch in bewegten Zeiten anzuwenden.

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Stimme und die 5 Elemente des Seins

Es kann passieren, dass bei einem Menschen dieselben Symptome auftreten, wie z.B. eine zu hohe oder eine heisere Stimme, dieses aber auf unterschiedlichen Ursachen beruht. Somit ist für jeden Einzelnen, der sich stimmlich verbessern will, eine individuelle Herangehensweise erforderlich um zu einer klaren angenehmen Stimme zu gelangen.

Dieses möchte ich anhand der 5 Ebenen des Seins aus der asiatischen Heillehre erläutern.

1. Physische Ebene:

Unser physischer Körper ist uns vertraut, können wir diesen mit unseren Sinnesorganen wahrnehmen: über ihn spüren, sehen, riechen, schmecken und hören wir.

Stimmliche Störungen auf dieser Ebene können Knötchenbildung auf den Stimmlippen, Stimmlippenlähmung, gerötete Stimmlippen, Erkältung mit Hals- und Kehlkopfentzündung sein. Ebenso können strukturelle Veränderungen innerhalb unseres Knochenapparats dazu gehören: bildet doch der Kehlkopf, dass Ende unserer Wirbelsäule. Die Ursachen auf dieser Ebene können – neben einer ärztlichen Behandlung – über Körper- Sprech- und Stimmübungen behandelt werden.

Ein Beispiel aus meiner Praxis: eine Klientin kommt zu mir, da sie ihre Stimme als unangenehm hoch empfindet. Ich erläutere ihr die Funktionsweise der Stimme und zeige ihr Übungen, welche ihr helfen ihre Stimme zu entspannen. Dazu gehört die Konzentration auf die Atmung und die Entspannung des Schulter-Nackenbereichs. Sobald Sie merkt, dass ihre Stimme zu hoch wird, konzentriert sie sich auf ihren Körper und verlässt ihr altes Muster. Mit dem Erfolg, dass sie am Telefon Komplimente erhält.

2. Energetische Ebene:

Unser zweiter Körper ist durchdrungen von Energiefeldern. In der asiatischen Heillehre auch bekannt als Chakren, Meridiane und Aura. Sinneswahrnehmungen werden über die Nervenleitbahnen als elektrische Ströme zum Gehirn geleitet. Daher spricht man in der 2. Ebene vom energetischen oder elektrischen Körper. In dieser Ebene sind unsere Gefühle verankert. Diese Ebene ist entscheidend ob wir uns stark oder schwach fühlen. Dies beeinflusst wiederum unsere Stimmqualität und ob wir die Kraft für eine tragfähige Stimme aufbringen können. Als Methode biete ich hier Atemübungen, Brain Gym und Lu Jong (tibetisches Heilyoga) an. Diese Übungen können uns helfen in unsere Kraft zu kommen und uns auf eine Sache zu fokussieren.

Beispiel aus meiner Praxis:

Ein junger Mann (Anfang zwanzig) war vor Prüfungen extrem aufgeregt, sodass er Schwierigkeiten mit dem Lernen hatte. Wir erstellten sein Lernprofil und machten zusätzlich Lu Jong. Vor dem Lernen machte er Brain Gym. Die Pausen nutzte er für Power Nap, Lu Jong und Sport. An seiner Stimme arbeiteten wir nicht, dennoch wurde diese tragfähiger und bestimmter. Die folgenden Vorstellungsgespräche und Prüfungen bestand er.

3. Mentale Ebene:

Gefühle bestimmen unsere Wahrnehmung und die Sicht der Dinge, die wir versuchen mit unserem Verstand zu erfassen. Die Gedanken, welche sich in unserem Geist festsetzen und wir für wahr befinden, bezeichnet man als Glaubenssätze. Diese können ebenso befreiend wie blockierend sein. Es gibt kollektive Glaubenssätze, welche sich oftmals in Redewendungen wiederspiegeln z.B. „ohne Fleiß kein Preis“, „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“…  Glaubenssätze können ihren Ursprung innerhalb einer Familienstruktur haben. So z.B. „nur Angeber und Prahler sprechen laut.“ Individuell erworbene Glaubenssätze beruhen auf Erlebnissen und Erfahrungen.

Wichtig ist es, den hindernden Glaubenssatz durch einen positiven zu ersetzen. Bei dem vorhergehenden Beispiel einer Klientin ersetzten wir den Satz „nur Angeber und Prahler sprechen laut“ durch „frei und freudevoll drücke ich mich mit allen Facetten meiner Stimme aus.“

4. Intuitive Ebene:

Dies ist die Ebene, welche wir mit unserem Verstand nicht erfassen, sondern nur erahnen können. Es ist die Ebene, welche uns mit unseren Ahnen verbindet. Bert Hellinger arbeitet mit seinen Familienaufstellungen in dieser Ebene.

Praxisbeispiel: eine Frau Mitte 50 empfand ihre Stimme als zu hoch und nicht mehr altersgerecht. Einige Male wurde sie von Außenstehenden auf ihre Stimme angesprochen. Mit Hilfe der Psycho-Kinesiologie ermittelten wir ein unverarbeitetes Erlebnis der Mutter während sie mit der Klientin schwanger und auf der Flucht war. Wir lösten dieses Erlebnis ab. Die Klientin hielt am selben Abend einen Vortag und bekam viele positive Rückmeldungen. Mehrere Wochen später sah ich sie wieder und konnte zu meiner Freude feststellen, dass die Stimme ihren hohen Glanz beibehalten hatte, aber insgesamt tiefer geworden war.

5. Geistige Ebene:

In dieser Ebene erfahren wir, dass wir ein kleiner Teil vom Ganzen, verbunden mit Schöpfung, Natur und dem Göttlichen sind. Bei Kindern ist in der Regel dieses Gefühl der tiefen Verbundenheit und des Eins-Sein vorhanden. Dies ist die Ebene in die kein Berater oder Therapeut uns führen kann, sondern in welche wir nur selber durch z.B. Meditation oder Gebet gelangen können.

Im Coaching kann es vorkommen, dass auf mehrere Ebenen gearbeitet werden darf. So können emotionale Faktoren sich z.B. auf unseren physischen Körper auswirken. Oftmals hat es sich als sehr hilfreich erwiesen zu Beginn eines Coachings in der mentalen oder intuitiven Ebene zu arbeiten. Die darauf folgende Umsetzung der Stimm- und Atemübungen erwies sich dann als deutlich schneller und einfacher.

Quelle: Dr. med. Dietrich Klinghardt, Amelie Schmeer, „MentalfeldTechniken – ganz praktisch, VAK Verlag

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Allein vor Publikum

Wie ein Auftritt sicher gelingt!

 „Magst Du auf der Taufe von Stella singen?“, wurde ich gefragt. „Was für eine Herausforderung dachte ich „als Solistin in einer Kirche zu singen“!

Es waren Jahre vergangen, seit ich mein letztes Solo gesungen hatte, zwar hatte ich in Kirchen gesungen, dies aber im Chor…

Ich hörte mir das Lied an und sagte zu. Genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Hochzeit mit Taufe hatte ich. Ich sang zum Musikvideo und studierte die Noten.

Zwei Wochen vor meinen Auftritt machte eine Erkältung das Singen unmöglich. Daher schonte ich meine Stimme und nutzte die Zeit um den Text auswendig zu lernen. Um schneller fit zu werden, machte ich zu den 5-Elemente Übungen aus dem Lu Jong (tibetisches Heilyoga), welche ich ohnehin täglich mache, drei weitere Übungen. Zwei Übungen zur Entspannung von Kopf, Nacken und Schultern (dies ist wichtig für den Kehlkopf) und eine Übung zur Weckung des inneren Feuers.

Da ich wusste, dass ich aufgeregt sein werde, wenn ich kurz vor knapp das Stück mit dem Pianisten singe, traf ich mich mit ihm und wir gingen das Stück zweimal zusammen durch. Mit meinem Handy machte ich eine Aufnahme von der Klavierbegleitung. Diese nutze ich zum Üben.

Zur mentalen Einstimmung besuchte ich einen Tag vorher die Belsener Kapelle. Dies hatte den Vorteil, dass ich am Tag der Taufe diese nicht suchen musste. Ebenso machte ich mich mit der Akustik vertraut, wodurch sich die Aussage des Pianisten bestätigte, dass ein Mikrofon nicht nötig sei.

Ich entschied mich das Stück nicht auswendig zu Singen, obwohl ich dies konnte. Von meinem Lernprofil weiß ich, dass mir unter Stress mein visueller Kanal am Besten zur Verfügung steht. Sollte es zu einem Blackout kommen, so würde ein Blick auf die Noten genügen, um wieder den Faden aufnehmen zu können.

Im Programmheft stand es dann: Isa Alvermann – Sologesang

Der beste Mann aller Zeiten saß mit im Publikum. Es ist toll, einen Partner zu haben, der einen in guten Gedanken unterstützt!

Ich sang „Du bist Du“ und es bereitete mir große Freude.

Die vielen Rückmeldungen waren super und bestätigten mich, dass der Aufwand sich für das eine Lied gelohnt hat.

Hier ein Zitat der Mutter des Täuflings:

„Liebe Isa, danke für Deinen wunderschönen Gesang – das hat uns Alle sehr berührt.“

So beflügelt, hätte ich am liebsten gleich weiter gesungen. Es reichte für einen inneren Freudentanz.

Ich wünsche Euch Mut, Durchhaltevermögen und Freude die Herausforderungen für das kommende Jahr für Euren inneren Wachstum zu nutzen.

Angewandte Techniken im Überblick:

  • Stimmübungen
  • Atemübungen
  • Lu Jong (tibetisches Heilyoga)
  • Lernprofil aus der pädagogischen Kinesiologie
  • Mentaltraining
  • Berücksichtigung des Zeitfaktors

 

 

 

 

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Atmung: Brücke zwischen Körper und Geist

Atmung

Im Mutterleib noch geborgen, von der Mutter beatmet. Dann der erste und der letzte Atemzug, dazwischen liegt unser Leben.

Atmung. Für die meisten ist dies selbstverständlich. Bewusst werden wir uns über sie, wenn wir körperliches Unwohlsein verspüren, sei es durch eine Erkältung oder bei Aufregung. Uns bleibt die Luft weg, es verschlägt uns den Atem, bis wir wieder aufatmen können.

Wichtig ist die Atmung für die Funktion unseres Körpers:

Über die Atemluft nimmt unser Körper Sauerstoff auf. Dieser ist wichtig für unsere Zellfunktion und unsere Gehirnleistung. Den verbrauchten Sauerstoff geben wir, in Form von Kohlendioxid, über die Ausatmung ab.

Unter Stress kommt es zu einer Hochatmung, oftmals schnappen wir nach Luft. Stress bereitet den Körper auf Angriff oder Flucht vor. Dazu braucht er mehr Sauerstoff. Ein Überangebot an Sauerstoff kann von den Organen nicht so schnell verbraucht werden und somit steckt der Sauerstoff in den Lungenbläschen fest und blockiert die weitere Atmung. Die Atemfrequenz erhöht sich. Es kommt zu einem Absinken des Co2 Gehalts im Blut, die Stress-Symptome verstärken sich.

Unser Herz-Kreislauf-System können wir nicht mit unserem Willen beeinflussen, jedoch unsere Atmung. Sie ist die einzige Körperfunktion, welche wir willentlich Steuern können.

 

Brücke zwischen Körper und Geist

Atmung ist nicht nur für die Körperfunktion wichtig, sondern auch für unsere mentale und emotionale Ausrichtung.

In den asiatischen Heilkünsten wird seit tausenden von Jahren Atmung zur Gesunderhaltung und Heilung angewandt. Dies finden wir beim Yoga, in der Meditation, sowie Qi Gong, Kampfkünsten, Tai Chi, Lu Jong (tibetisches Heilyoga) und vielen mehr.

Hier wird der Atem als Brücke zwischen Körper, Geist und emotionalen Empfinden genutzt.

Durch falsche Atmung können wir in unseren negativen Emotionen verhaften. Dies liegt oftmals an einer zu schwachen Ausatmung. Behalten wir die negativen Gefühle in uns – laut tibetischer Medizin – kann dies Schaden in unseren Energiekanälen (Meridianen) verursachen und somit zu Krankheiten führen.

Durch Unterdrückung ungeliebter Anteile halten wir unsere Lebensenergie zurück. Dadurch entsteht ein innerer Druck, der sich gegen uns selbst oder andere Menschen richten kann. Angst vor den eigenen Gefühlen, kann dazu führen, dass wir unseren Atem freiwillig vergiften z.B. durch Nikotin. Mittels Atemübungen können wir durch unsere Schattenanteile gehen und diese integrieren.

Atemübungen helfen positive Gefühle zu verstärken und unsere Energiekanäle durchlässig zu machen. Regelmäßiges Üben von z.B. Lu Jong hilft unsere Atmung zu regulieren, Stress abzubauen, steigert die Konzentration und schafft eine Ausgeglichenheit von Körper und Geist.

Stimme und Atmung

Wir sprechen auf unserer Ausatemluft. Die Ausatemluft versetzt unsere Stimmlippen in Schwingung und ein Ton entsteht. Unter Einsatz von Lippen, Zunge, Wangen, Gaumen, Zähnen formen wir Laute und geben diesen, über unsere Sprache, einen Inhalt. In der Sprechpause benötigen wir Luft, zum Weitersprechen und zur Aufrechterhaltung unserer Körperfunktionen. Dabei ist ein harmonisches Miteinander von Ein- und Ausatmung für eine angenehme Sprechweise und Stimme wichtig. Nur so können wir – und auch unsere Zuhörer – sich während der Rede oder eines Gesprächs wohlfühlen. Dieses harmonische Miteinander erreichen wir über einen Spannungsaufbau während des Sprechens und ein Abspannen nach dem Sprechen. Dieses Prinzip nennt man reflektorische Atemergänzung und ähnelt dem eines Blasebalgs. Diesen drücken wir aktiv zusammen und Luft strömt aus. Dann brauchen wir nur loslassen und der Blasebalg füllt sich von selbst mit Luft. Dieses geschehen lassen und ins Vertrauen gehen, ist das, was vielen Menschen schwerfällt. Holen wir aktiv Luft, kann es zu einer Hochatmung kommen und die Stimme kann dünn, geräuschhaft oder gepresst klingen.

Unsere Stimme ist Träger von Emotionen. Stimme und Stimmung liegen nah beieinander. Über unsere Sprache transportieren wir Informationen. Mit unseren Worten und unserer Stimme erzeugen wir Emotionen. Negative Emotionen können krankmachend sein oder blockierende Glaubenssätze erzeugen. Worte können Mut machend sein, uns bestärken, trösten… Mit unserer Stimme und unseren Worten sind wir schöpferisch tätig.

Die richtige Atmung beim Sprechen kann trainiert werden.

 

Übung: Spannungsaufbau-Entspannung während des Sprechens

Sie nehmen einen Ball in Ihre Hand. Während des Sprechens drücken Sie den Ball zusammen. Sobald Sie Ihre Sprecheinheit beendet haben lassen Sie den Ball wieder los.

Wichtig: Nicht zu fest drücken! Es sollte sich angenehm in ihrer Hand und Ihrem Körper anfühlen. Statt eines Balles können sie auch ein Gummiband nehmen. Während sie am Gummiband ziehen atmen sie auf /fff/ oder /sch/ aus. Dann nehmen sie ihre Stimme hinzu /scho/ und gehen schließlich auf Wortebene über.

Atemübung für Kinder

Immer häufiger beobachte ich, dass bereits Kinder fehlerhaft Atmen. Wie beschrieben, spielen emotionale Faktoren eine große Bedeutung, aber auch falsche Vorbilder (fehlerhafte Atmung der Bezugspersonen) können die Ursache dafür sein. Daher füge ich diese kleine Übung an:

Sie nehmen Wassermalfarben mit Zubehör und einen Trinkhalm. Die Farbe wird mit ausreichend Wasser auf ein Blatt Papier gepinselt. Mit Hilfe des Trinkhalms wird die Farbe auseinander gepustet (siehe Bild).

Ich persönlich mache jeden Tag die 5 Elemente-Übungen aus dem Lu Jong. Für meine Teilnehmer habe ich die Lu Jong Modul Lehrer Ausbildung gemacht, sodass ich diese Übungen weitergeben darf. Regelmäßiges Joggen oder andere Sportarten sind ebenso gut für die Atmung, da sich der Körpertonus lockert und der Atem sich vertieft. Singen ist befreiend für Stimme und Atmung.

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Lügen, Klänge und Gesänge – Was macht eine wahre Stimme aus?

Mentale Kommunikation

„Wenn die Stimme zum Sprechen benutzt wird, werden die Unterhaltungen in der Regel nichtssagender, überflüssiger und weniger inspiriert. Die Stimme ist zum Singen geschaffen, zur Lobpreisung der göttlichen Einheit und zum Heilen“. Zitat aus dem Buch Traumfänger von Marlo Morgan. Marlo Morgan beschreibt in dem Buch ihre Erlebnisse bei einem australischen Aborigines Stamm. Die Stammesmitglieder, besaßen die Fähigkeit der mentalen Kommunikation.

Sich ohne Worte, nur über Gedanken zu verständigen, ist für uns befremdlich. Voraussetzung für diese Art der Kommunikation ist, so Morgan, mit seinen Gedanken und seinem Herzen im Reinen zu sein. Dies setzt viel Ehrlichkeit sich und anderen Menschen gegenüber voraus.

 

Umsatz vor Ehrlichkeit

Auf einer Messe fragt mich ein Bankangestellter, was einen guten Sprecher ausmache. Ich antwortete: „Ehrlichkeit“. In seinem Gesicht stand Enttäuschung und Verwunderung geschrieben.

Wozu Ehrlichkeit? Und dies, wo es um Umsatz, Verkauf und Erfolg geht. Besonders im Wirtschaftsleben. Dies erreicht man über eine perfekt antrainierte Sprechweise und Körpersprache und ausgefeilte Rhetorik.

Doch ist es unser Ziel getäuscht zu werden oder Andere zu täuschen?

 

Die Rede des Präsidenten

Der Neuropsychologe Oliver Sacks beschreibt in seiner Geschichte „Die Ansprache des Präsidenten“ die Reaktion von Aphasikern, d.h. von Menschen deren Sprachzentrum aufgrund einer Hirnschädigung beeinträchtigt ist, auf eine Rede des damaligen Präsidenten Reagan im Fernsehen.  Bei einer schweren Aphasie, ist der Mensch nicht in der Lage das gesprochene Wort zu verstehen. Um sich dennoch mit seinen Mitmenschen austauschen zu können, ist er darauf angewiesen den visuellen Kanal, wie z.B. Mimik, Gestik, Körperhaltung und die „spontane unwillkürliche Ausstrahlung“ vermehrt zu nutzen. Ein feines Gehör entwickeln diese Menschen für „jede stimmliche Nuance, für den Tonfall, den Rhythmus, die Hebungen und Senkungen, die Satzmelodie…“.

Laut Oliver Sacks ist es praktisch unmöglich diese Menschen zu belügen. Da Oliver Sacks Patienten sich vom Präsidenten nicht täuschen ließen, ertönte auf der Aphasie Station schallendes Gelächter.

 

Manipulation und Täuschung entlarven

Was passiert, wenn wir nur auf die Stimme eines Menschen achten und dabei dem Inhalt keinerlei Aufmerksamkeit schenken? Ist der Sprecher im Einklang mit sich und dem was er sagt?

Wie kann ich mich persönlich vor Täuschung, Manipulation und substanzlosen Inhalten schützen? Eine Methode besteht darin, Werbeanzeigen und Videos ohne Ton anzuhören und dabei die Gestik und Mimik, sowie die gesamte Ausstrahlung zu betrachten. Als nächsten Schritt können Sie die Augen schließen und lediglich der Stimme lauschen. Was sagt Ihnen diese Stimme, unabhängig vom Inhalt?

 

„Stimme ist Ausdruck einer lebenslang gewachsenen Persönlichkeit“ (Isa Alvermann)

Nun gibt es Menschen, die wertvolle Inhalte bieten, aber dennoch beim Zuhörer kein Gehör finden. Dies ist mehr als schade. Ursachen, warum das Publikum aussteigt, können typische Sprechfehler sein, da das Zuhören zu anstrengend ist. Zu diesen Fehlern gehören: häufiges Räuspern, undeutliche Aussprache, zu schnelles Sprechtempo, monotoner Stimmklang, schrille Stimme…

 

Dabei werden wir mit einer unglaublichen Stimmkompetenz geboren. Babys können ganze Nächte durchschreien, ohne heiser zu werden. Diese unglaubliche Stimmkompetenz geht uns im Erwachsenenalter verloren. Die Gründe hierfür können Verspannungen, innere Blockaden, übernommene Sprechweise von Vorbildern, negative Beurteilungen Anderer bezüglich unserer Stimme sein.

Atem-, Entspannungs- Stimm- und Sprechübungen können helfen sich von erlernten Mustern zu trennen.

Unsere Stimme transportiert nicht nur Inhalte, sondern auch Emotionen, bis hin zu unserer ganzen Lebensgeschichte. Es kann Situationen im Leben gegeben haben, die uns die Stimme verschlagen oder die Kehle zugeschnürt haben oder in denen wir nach Luft ringen mussten. Der Kinesiologe Dr. Klinghardt spricht hierbei von einem unerlösten seelischen Konflikt (USK). Dieser liegt vor, „wenn das Vertraute, das im Leben abläuft, oder das, was fest erwartet wird, plötzlich durch ein als schockierend empfundenes Ereignis unterbrochen wird…“

Es besteht über das Sprech- und Stimmtraining hinaus, die Möglichkeit an seinen Emotionen zu arbeiten. In den Beratungen kam es bereits häufiger vor, dass an der belastenden vergangenen Situation gearbeitet wurde, und dies positive Auswirkungen auf die eigene Stimme hatte.

Zum Stimmtraining gehört die Unterstützung der ganzen Person.

 

Sich Ausdruck verschaffen

Sich Ausdruck verschaffen, die eigene Stimme zum Klingen bringen, frei und absichtsloses Singen ist leider in unserer Gesellschaft nicht üblich. Meinen wir ein Superstar sein zu müssen? Oder haben wir Angst ausgelacht zu werden?

Über Sprech- und Stimmtraining lernen wir unsere Atmung zu regulieren. Dadurch können wir Stress reduzieren.

 

Die Kraft und Magie der Stimme wussten bereits die Sklaven auf den Baumwollplantagen zu nutzen. Mit Hilfe ihres Gesangs konnten sie ihren Emotionen Ausdruck verleihen, die Kraft der Gemeinschaft stärken und es erleichterte ihnen die schwere Arbeit.

Leider nutzen wir in unserer Kultur kaum Gesang als Ausdrucksmittel. Sich Luft zu verschaffen, die eigene Stimme erklingen lassen, dabei seinen Körper zu spüren, kann sich wohltuend und heilend auf uns auswirken.

Stimme ist mehr als andere zu überzeugen. Stimme bedeutet im Einklang mit sich und der Welt zu sein: stimmig sein.

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Anrufbeantworter – Tipps für das Sprechen auf AB

„Sie haben die Nummer 0152xxx gewählt. Ich bin zur Zeit nicht erreichbar. Sprechen Sie nach dem Piepston!“

Das erste was ich bei so einer Ansage mache ist Auflegen.

Welche Nummer ich gewählt habe, weiß ich, aber habe ich mir auch die Richtige notiert? Dass ich niemanden erreiche, durfte ich selbst erfahren.

Soll ich wieder und wieder dort anrufen bis ich einen richtigen Menschen in die Leitung bekomme oder mich doch zurückrufen lassen?

Also heißt es tief durchatmen und drauf sprechen.

Am liebsten würde ich sagen: „Besprechen Sie mal Ihren Anrufbeantworter anständig! Ich zeige Ihnen gerne wie es geht!“

Selbst bei Firmen kommen solche katastrophalen Ansagen vor.

Vielen Menschen fällt es schwer ihren eigenen Anrufbeantworter zu besprechen. Einer der Hauptgründe ist, dass es befremdend ist, seine eigene Stimme zu hören. Dies kommt daher, dass wir uns anders hören.

Über unsere  Luft beim Ausatmen bringen wir unsere Stimmlippen in Schwingung, ein Ton – gleichmäßig schwingende Luft – entsteht. Diese Schwingung wird als Schallwellen über die Luft auf das Trommelfell des Ohres übertragen, somit haben wir einen Luftschall. Unsere eigene Stimme nehmen wir zusätzlich über die Knochenleitung wahr. Dieser Knochenschall umgeht das Mittelohr und wird vom Luftschall überdeckt. Hören wir unseren Ansagetext, fällt die Knochenleitung, welche während des Sprechens aktiv ist, weg und dies kann befremdend wirken.

So wie Sie das schönste Foto für Facebook oder Ihre Webseite aussuchen, so können Sie auch das Beste aus Ihrem Ansagetext und  Ihrer Stimme machen.

 

Vorbereitung des Textes:

  • Schreiben Sie Ihren Text vor
  • Bleiben Sie – besonders im Geschäftsbereich – sachlich. Verzichten Sie auf Musik.
  • Vermeiden Sie Floskeln, wie z.B. „sprechen Sie nach dem Piepston“ oder „Dies ist der automatische Anrufbeantworter“. …
  • Fassen Sie sich kurz: Ihre Ansage sollte nicht länger als 15-20 Sekunden dauern.
  • Benutzen Sie positive Formulierungen: Statt „ich bin nicht erreichbar“ sagen Sie lieber „Gerne nehme ich mir Zeit für Ihr Anliegen“
  • Sprechen Sie den Text in einem ruhigen Raum, damit Ihre Ansage besser verstanden wird
  • Lächeln Sie mit Herz und Augen oder Lächeln Sie vor dem Besprechen Ihres Anrufbeantworters, aber lächeln Sie nicht mit dem Mund während des Sprechens. Ziehen Sie Ihre Mundwinkel nach oben bewirkt dies, dass das Kiefergelenk angespannt ist und Ihre Stimme künstlich und flach klingt. Freundlichkeit am Telefon ist überaus wichtig, daher empfehlen viele Ratgeber beim Telefonieren zu lächeln. Probieren Sie den Unterschied: mit lockerem Unterkiefer klingt Ihre Stimme wesentlich voller.
  • Achten Sie auf Ihre Stimme und Sprechweise

 

Stimme/Sprechweise

Optimal ist eine Stimme, welche authentisch klingt und klar und deutlich zu verstehen ist. Wie Sie dies erreichen, zeigen Ihnen folgende Übungen.

 

Haltung im Stehen:

Die Körperhaltung ist wichtig für die Stimmgebung, damit Sie frei atmen können und Ihre Körperspannung ausgeglichen ist. Achten Sie darauf, dass Ihre Füße hüftbreit auseinander stehen und Knie und Fußgelenke locker sind. Der Oberkörper ist aufrecht. Legen Sie ein Buch auf den Kopf.

So ist Ihre Wirbelsäule gerade und Ihre Kehlkopfmuskulatur ist in der optimalen Position für die Stimmgebung.

 

Haltung im Sitzen:

Setzen Sie sich auf das vordere Drittel eines Stuhls oder Hockers. Die Füße stehen hüftbreit und haben guten Bodenkontakt! Erspüren Sie Ihre Sitzhöcker, indem Sie mit dem Becken nach vorne und hinten wippen. Kommen Sie an der härtesten Stelle zum Stillstand. In dieser Position ist der Bauch frei für eine optimale physiologische Atmung.

 

Stimme aufwecken:

Klopfen Sie mit lockeren Fäusten auf Ihren Brustraum und lassen Sie dabei Ihre Stimme in verschiedenen Tonhöhen auf z.B. /a/ fließen.

 

Lippen sprudeln:

Die Lippen liegen locker aufeinander. Mit der Ausatem-Luft bringt man diese in Bewegung, sodass es sich anhört, als würde man Motorrad fahren. Die Lippen kommen dabei ins Flattern. Falls dies schwerfällt, fängt man mit dem Laut /b/  an, diesen häufig und locker mehrmals hintereinander zu sprechen, bleibt dann auf den Laut /b/ stehen und pustet Luft durch die Lippen. Der Luftdruck sprengt die Lippen auseinander.

Trinkhalmübung für Ihre Atmung:  

Sie nehmen einen Trinkhalm in den Mund. Über die Nase atmen Sie ein und über den Mund wieder aus. Dabei sitzen Sie aufrecht. Aufgrund der engen Passage verlängert sich Ihre Ausatmung automatisch und es kommt zu einer erhöhten Sauerstoffaufnahme. Die Ausatemluft soll mühelos durch den Trinkhalm fließen.

Zu Beginn sollten Sie nicht länger als 5 Minuten die Übung durchführen, später können Sie auf 15 Minuten Ihr Übungspensum erhöhen.

Diese Übung beruhigt den Atemfluss und hält das Zwerchfell geschmeidig. Ebenso ist sie hilfreich bei Atemwegserkrankungen und Unruhe.

 

Zeitlupensprechen für eine gute Aussprache:

Sprechen Sie Ihren Text übertrieben langsam. Dies erhöht bei einem später gesprochenen schnellen Sprechtempo die Verständlichkeit. Nehmen Sie dazu Ihren  Ansagetext: „Isa Alvermann,  Stimmtraining-Kinesiologie. In dringenden Fällen bin ich unter der Nummer….“

Beobachten und Fühlen Sie jeden einzelnen Laut. Was macht Ihre Zunge? Wo sind Berührungsstellen an den Zähnen, am Gaumen und an den Lippen?

„Damit ich Sie zurückrufen kann hinterlegen Sie bitte…“

Lippen sind locker entspannt.

Jeden Buchstaben genießen. Achten Sie darauf, dass Ihr Mund weit geöffnet ist. Der Zahnreihenabstand sollte beim Laut /a/ daumenbreit sein.

Spielen Sie mit verschiedenen Tempi. Wechseln Sie von langsam zu schnell. Machen Sie eine Tonaufnahme. Welches Tempo gefällt Ihnen am Besten?!

Hinterlassen einer Nachricht

Das Hinterlassen von Nachrichten ist eine Arbeitserleichterung, erspart dies einen doch häufiges „hinter her“ telefonieren.

Auch hier gelten die besagten Regeln:

  • deutliche und verständliche Sprechweise
  • kurze, klare Botschaften
  • keine langen Pausen
  • keine Füllwörter verwenden „Äh“, „Hmm“
  • Telefonnummer in einem Sprechtempo draufsprechen, sodass gut mitgeschrieben werden kann (lange Nummern ggf. wiederholen).
  • Kennen Sie Ihr Ziel? Werden Sie sich darüber bewusst, bevor Sie wählen und formulieren Sie es.

Rufen Sie sich selbst an. Gefällt Ihnen Ihre Ansage?

Probieren Sie mehrere Varianten aus! Gute Ansagetexte auf Handys sind ebenso eine Bereicherung!

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Erfolgsfaktor Stimmtraining – So vermeiden Sie Fehler beim Sprechen

 

Erfolgsfaktor Stimmtraining

Sie sitzen in einem Vortrag. Das Thema interessiert Sie brennend. Der Referent ist eine gefragte Fachkraft auf seinem Gebiet und hat bereits mehrere gut lesbare Bücher publiziert und dennoch… Nach drei Minuten bemühtem Zuhören lässt bereits Ihre Konzentration nach. Einzelne Rufe aus dem Publikum „Lauter“ sind zu hören. Der Referent geht näher ans Mikrofon, räuspert sich, spricht lauter. Dennoch bleibt es für Sie mühsam seinen Inhalt zu folgen. In den seltensten Fällen ist die Lautstärke entscheidend ob jemand gut oder schlecht verstanden wird. Ob uns jemand gerne zuhört oder nicht hängt von vielen Faktoren ab. Folgende typische Fehler sollte man vermeiden:

Sprechen mit zu viel Druck:

Bei Stress oder Aufregung ist die Gefahr groß, dass wir unsere mittlere Sprechstimmlage, unsere „Wohlfühlstimme“  verlassen und mit mehr Druck sprechen. Dieser Druck führt dazu, dass der Geräuschanteil in der Stimme zunimmt, die Stimme dumpf und undeutlich rüberkommt, bis hin zum häufigen Räusperzwang. Durch Räuspern wird der Inhalt des Gesagten unangenehm unterbrochen und hat eine aggressive Note. Ebenso kann sich unter Druck – meist bei Frauen –  die Stimmlage erhöhen und die Stimme  klingt schlimmstenfalls kreischig.

Unangemessenes Sprechtempo:

Zu schnelles oder zu langsames Sprechen kann entweder hektisch oder monoton wirken. Auch sollte das Sprechtempo zu der Klangfarbe der Stimme passen. Ein langsames Sprechtempo wird vom Zuhörer eher mit fachlicher Kompetenz in Verbindung gebracht, als eine schnelle Redeweise. Eine langsame Sprechweise kombiniert mit einer dunklen Stimme, kann jedoch gelangweilt und monoton wirken. Bei einer hellen Stimme ist dies jedoch genau umgekehrt: wird diese mit einem hohen Sprechtempo kombiniert, wirkt sie eher hektisch und aufgeregt. Wird das Tempo variiert, so kann dies für erhöhte Aufmerksamkeit und Spannung sorgen, sollte aber dem Inhalt des Gesagten angepasst sein.

Zu wenig Pausen:

Der Zuhörer sollte Zeit haben das Gesagte zu verarbeiten.

Aus der Gehirnforschung ist bekannt, dass mehr als 7 bis 15 sprachliche Einheiten – hintereinander gesprochene Wörter ohne zu atmen – von 50 Prozent der erwachsenen Zuhörer nicht aufgenommen werden. Diese sprachlichen Einheiten steuert man mittels der Atmung. Ähnlich wie bei einem Blasebalg, sollte, nach dem Ausatmen,  die Luft von alleine, in unseren Körper einströmen. Diese physiologische Atmung, auch reflektorische Atemergänzung genannt, hat den Vorteil, dass Sie zu einer entspannten Grundhaltung beiträgt und gleichzeitig unser Gehirn mit Sauerstoff versorgt.

Undeutliche Artikulation:

Wir sind es gewohnt weiche Nahrung zu essen und im Alltag unsere Zähne zusammenzubeißen. Oftmals ist unsere Mundmuskulatur untrainiert oder wir trauen uns nicht unseren Mund weit zu öffnen. Für eine gute Artikulation sind jedoch eine weite Mundöffnung und eine deutliche Bildung der einzelnen Vokale und Konsonanten von Bedeutung.

 „Es ist hauptsächlich der Klang der Stimme, welche an den Frauen für mich entscheidend ist, und ich erkenne ein wahrhaft schönes und gutes Frauenherz fast augenblicklich daran.“ (Gottfried Keller)

Was nutzt ein schönes Kostüm bei einer piepsigen Stimme oder die Designerkrawatte bei einem poltrigen Stimmklang? In den ersten 20 Sekunden einer Begegnung machen wir uns bereits ein Bild von unserem Gegenüber. Dabei wird dem äußeren Erscheinungsbild die größte Bedeutung beigemessen, gefolgt von der Stimme. Der Inhalt des Gesagten ist für den Ersteindruck von geringer Bedeutung. Innerhalb von kürzester Zeit, besonders am Telefon wenn das äußere Erscheinungsbild wegfällt,  machen wir uns ein Bild über Alter, Geschlecht, Charakter, Bildung, Gesundheitszustand und regionale Herkunft unseres Gesprächspartners.

„Die Stimme ist viel größer als die visuelle Erscheinung eines Menschen.“(Rufus Beck)

Bestimmte Persönlichkeitsmerkmale kommen in bestimmten Stimmeigenschaften zum Ausdruck. Umgekehrt kann es vorkommen, dass die Stimmeigenschaft die Persönlichkeit formt. Scherer (1979, S.199) macht auf die sich selbst erfüllende Prophezeiung (Self-fulfilling prophecy) aufmerksam, „dass Menschen bestimmte Persönlichkeitsmerkmale deshalb erwerben, weil andere diese Züge an ihnen aufgrund ihrer Sprechweise vermuten.“

Nehmen wir als Beispiel eine Frau mit einer piepsigen Stimme. Aufgrund der Wirkung ihrer Stimme wird sie – trotz angemessenen kommunikativen Verhaltens- zunehmend in die Klein-Mädchen-Rolle gedrängt.

„Es liegt nicht weniger Beredsamkeit im Ton der Stimme, in Auge und Blick als in der Wahl der Worte.“ (La Rochefoucauld.)

Stimme ist mehr als Sprache. Den Inhalt nehmen wir größtenteils über unsere Logikhemisphäre (üblicherweise linke Gehirnhälfte) auf, während wir Stimmklang, Betonung, Intonation und emotionaler Ausdruck mit unserer Gestalthemisphäre (rechte Gehirnhälfte) verarbeiten. Folglich sollte bei Vorträgen, Reden und Präsentationen eine Stimmigkeit zwischen Mimik, Stimmklang und Sprache bestehen. Ist dies nicht der Fall, vertrauen die Zuhörer der Mimik und der Stimme und weniger den Worten. Äußere ich verbal „Ich finde Sie nett“, habe aber keinen Blickkontakt und ziehe die Augenbrauen zusammen (Mimik), spreche laut und poltrig (Stimme) bewirken die Worte nichts.

„Stimme ist Ausdruck einer lebenslang gewachsenen Persönlichkeit.“(Isa Alvermann)

Was viele nicht wissen ist, dass Stimme und Sprechweise trainiert werden können. Seine Stimme sollte man dabei nicht verstellen. Nichts klingt unsympathischer als eine aufgesetzte Stimme.

Übungen

So nehmen Sie den Druck aus der Stimme:

Setzen Sie sich bequem hin. Optimal ist es, wenn Sie mit den Füßen einen guten Bodenkontakt haben und Ihre Sitzhöcker (die härteste Stelle am Gesäß) spüren, sodass Ihre Bauch-, Brust- und Rückenmuskulatur optimal für die Atmung genutzt werden kann. Legen Sie Ihre Hände auf die Bauchdecke. Nehmen Sie Ihre Atembewegung wahr.  Entspannen Sie Ihre Schultern. Nehmen Sie wahr, wie Ihre Muskulatur sich entspannt. Wenn Sie so entspannt sitzen, fangen Sie an langsame weiche Kaubewegungen nachzuahmen. Stellen Sie sich vor einen schmackhaften Bissen im Mund zu haben. Begleiten Sie Ihr Kauen mit Silben z.B. – mom – mjam. Experimentieren Sie mit verschiedenen Silben und Lauten.

Lauschen Sie Ihre Stimme. Was hat sich geändert?

Gefühl für das eigene Sprechtempo entwickeln:

Setzen Sie sich, wie bereits oben beschrieben, hin. Legen Sie Ihre Hände auf die Bauchdecke. Nehmen Sie die Abwärts- und Aufwärtsbewegung bei der Aus- und Einatmung wahr. Sprechen Sie eine Textstelle übertrieben langsam und lassen Sie sich Zeit bis die Luft wie von selbst in Ihren Bauch strömt. Sprechen Sie den gleichen Text übertrieben schnell. Spielen Sie mit unterschiedlichen Tempi. Beobachten Sie was sich ändert. Zur Kontrolle ist eine Sprachaufnahme hilfreich.

Physiologische Atmung/Reflektorische Atemergänzung:

Machen Sie die gleiche Übung wie zuvor, jedoch drücken Sie beim Sprechen einen weichen Ball zusammen oder ziehen Sie mit beiden Händen ein Gummiband auseinander. Sobald Sie aufhören zu sprechen, entspannen Sie Ihre Hand oder lockern Sie das Gummiband.

Deutliche Artikulation:

Öffnen Sie Ihren Mund: Massieren Sie Ihr Kiefergelenk. Machen Sie Ihren Mund langsam auf und zu. Wie weit können Sie ihn öffnen. Beim Vokal „a“ sollten 1-2 Finger zwischen die Zahnreihen passen und beim Laut „i“ der kleine Finger. Sprechen Sie und achten Sie dabei auf den Abstand Ihrer Zähne.

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Stress & Gehirnorganisationsprofile

Mein erster Auftritt als Sprech- und Stimmtrainerin war für mich eine emotionale Katastrophe. Ich hatte mich bei einem Elevator Pitch angemeldet, da ich dachte, dass dies zu meinem Metier dazugehöre. Dieser  Auftritt sollte meinem frisch gegründeten Unternehmen zu mehr Bekanntheit verhelfen.
Mit Singen und Musizieren vor Publikum hatte ich von Kindesbeinen an keine Schwierigkeiten.
Doch jetzt, im Rahmen dieses Wettbewerbs vor 200 Zuhörern und einer Jury sich zu präsentieren und dies noch bei drei Minuten Sprechzeit und anschließender zweiminütigen Fragerunde, bereitete mir enormen Druck.
Zwei Wochen vor dem Auftritt machte ich mich bereits verrückt: ich übte den Text auswendig, sprach ihn sogar mit Ablenkern (Radio), stoppte die Zeit, filmte mich.
Dann kam der große Tag. Ich war aufgeregt und es war mir anzumerken. Ich hatte schweißnasse Hände, mein Gesicht wirkte versteinert und auf die Fragen der Jury antwortete ich mechanisch.
Monate später traute ich mich die Videoaufnahme  anzusehen, um festzustellen, dass mein Auftritt passabel war. Er war keinesfalls so schlimm, wie ich ihn empfunden hatte.
Eines hatte ich bei meinen Vorbereitungen nicht beachtet: mein Lernprofil/ Dominanzprofil.
Da meine rechte Hirnhälfte dominant ist, fällt im nicht integrierten Zustand meine linke Gehirnhälfte aus. Menschen bei denen dies so ist, wirken unter Umständen emotional weggetreten, können sich nicht an Details erinnern und sich nur schwer ausdrücken (siehe Blog-Artikel Dezember 2016).
Menschen mit dominanter Logikhemisphäre (linke Hirnhälfte) können unter Stress einen mechanischen, angespannten und unsensiblen Eindruck hinterlassen.
Das Gehirn folgt einem Überkreuzmuster: so steuert die linke Hemisphäre die rechte Körperhälfte und umgekehrt werden alle sensomotorischen Funktionen der linken Körperhälfte von der rechten Hemisphäre gesteuert. Wir haben aber nicht nur eine dominante Gehirnhälfte, sondern auch ein dominantes Auge und Ohr, eine dominante Hand und einen dominanten Fuß. Daraus ergeben sich 32 verschiedene Gehirnorganisationsprofile. Das Wahrnehmungsorgan/ Körperteil, welches der dominanten Gehirnhälfte gegenüber liegt, ist auch unter Stress gut zugänglich.
Zur Erklärung möchte ich von den 32 Profilen zwei Beispiele herausheben:

Beispiel-Profil (grünes Männchen)

Ein Mensch, mit dominanter Logikhemisphäre (linke Hirnhälfte) bei dem Auge, Ohr, Hand und Fuß gegenüber liegen, lernt gut durch die Fokussierung auf Details, verarbeitet linear und kann Informationen gut über das Hören aufnehmen. Er sieht den Lehrer an , wenn dieser spricht und kann das Gelernte linear und logisch widergeben. Unter Stress fällt es ihm unter Umständen schwer den Überblick zu behalten. Schüler mit diesem Profil bekommen in der Schule mehr Anerkennung, wodurch ihr Selbstbild gestärkt wird.

Beispiel-Profil (blaues Männchen)

Anders sieht es bei Menschen mit dominanter Gestalt-Hemisphäre (rechte Hirnhälfte) aus, bei denen z.B. nur der Fuß gegenüber liegt. Sie lernen gut durch Bewegung und Konzentration auf den Gesamteindruck. Um Informationen zu verarbeiten müssen Sie sich bewegen, bei möglichst wenig äußeren Reizen. Unter Stress haben Sie möglicherweise Schwierigkeiten, zu kommunizieren, zuzuhören, zu sehen und sich zu erinnern. Sie haben einen Gesamteindruck ohne sich an Einzelheiten zu erinnern.
Kinder mit diesem Profil haben es in der Schule besonders schwer!!! Aufgrund ihres Bewegungsdrangs können sie fälschlicherweise als hyperaktiv eingestuft werden. Unter Stress können solche Menschen ein komplettes Blackout erleben. Allein die Erkenntnis, dass unser Lernsystem (Schule/ Universität) den meisten Menschen didaktisch nicht gerecht wird, stellt eine Entlastung für einen Großteil meiner Klienten dar und bietet Erleichterung und Hilfe. Albert Einsteins Leben und seine Art zu lernen zeigte sich in dem beschriebenen Lernprofil.
Allein dieses Wissen und das Kennen der eigenen Lernstrategie, können bereits zu ersten Erfolgen führen.
Zusätzlich unterstützen Übungen zur Gehirnintegration (Brain Gym®, Brain Energy) das Lernen bzw. den Umgang mit anspruchsvollen Situationen und Stress.
Die bekannteste Übung aus dem Brain Gym® sind die Überkreuzbewegungen. Im Stehen bewegt sich die rechte Hand zum linken Knie und die linke Hand zum rechten Knie im Wechsel. Das Ganze kann man variieren, indem man den Fuß berührt oder den Arm streckt, das Tempo zwischen schnell und langsam wechselt.
Da meine Routine mehr im Einzelcoaching lag, wollte ich mich darin üben Vorträge vor Publikum zu halten. Nur diesmal nicht im Rahmen eines Wettbewerbs, sondern vor einer kleinen Gruppe mir wohlgesonnener Kollegen. Es schien mir vernünftiger, die Anforderungen und Ziele nicht zu hoch zu stecken. Wenige Wochen vor meinem Vortrag bekam ich einen Anruf vom Planungsbüro: Es hätten sich 198 Interessierte zu meinem Vortrag angemeldet. Ich atmete tief durch und freute mich gleichzeitig, dass mein Thema „Schlau durch Bewegung“ so viel Anklang fand.
Während des Vortrags fühlte ich mich wohl, war ansprechbar, konnte mich gut konzentrieren und bekam hinterher viele positive Rückmeldungen. Ein bisschen aufgeregt war ich schon, aber dies ist ganz normal.

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